
Technik und Ökologie Das Primat möglichst weitgehender, natürlicher Belichtung und Belüftung aller Arbeitsplätze – sowohl in der Hochhausscheibe als auch in den flächigen Hallengeschossen – führte zu einem synergetischen Konzept: Die enormen Betonmassen, die bei einem Fertigteilbau mit großen Spannweiten und einer Dimensionierung der tragenden Teile für mehrere Ausbaustufen entstehen, werden als Speichermasse aktiviert, die nach der nächtlichen Aufladung mit kalter Luft tagsüber als »Kühlrippen« fungieren und den Temperaturverlauf positiv beeinflussen.
Dafür wurde auch in den hochwertigen Bürobereichen des Verwaltungsteiles auf konventionelle Abhangdecken und eine energieintensive Klimatisierung verzichtet, alle Fenster sind öffenbar. Die notwendigen hohen Luftwechselraten werden durch Aktivieren der Brandgasventilatoren realisiert. In der Halle wird das Konzept ergänzt durch einen vollflächigen außenliegenden Sonnenschutz mit »Lamellennachführung«, die dafür sorgt, dass trotz Sonnenschutz der Außenbezug nicht verloren geht. Im Hochhaus dagegen sorgt ein zentral gesteuertes Textilbehangsystem für das »optimale« Sonnenschutzverhalten, in ausgiebigen Simulationen wurden alle Parameter incl. des Windverhaltens aufeinander abgestimmt.